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Komplizierte Stierettung und -bergung im Stall

Am Montag, 22. August 2016 wurde die FF Eschenau um 06:16 Uhr zu einer "Tierrettung" in die Ortschaft Hasledt gerufen.

Der betroffene Landwirt fand am Montagmorgen folgende Situation in seinem Stall vor bevor er die Feuerwehr alarmierte: In einer Box mit vier Rindern war ein Betonspaltenelement gebrochen. Zwei Stiere steckten mit den Hinterbeinen in der Bodenöffnung fest. Ein Bulle stand unversehrt neben den beiden "Eingeklemmten" und ein Tier fehlte in der Box - der verschwundene Stier war durch das gebrochene Betonelement in den darunter liegenden Jauchenkanal gestürzt und gab leider kein Lebenszeichen mehr von sich.

Der noch unversehrte Stier, konnte mit Hilfe eines Holzbalkens rasch aus dem Gefahrenbereich weggesperrt werden. Durch diese provisorisch eingerichtete Trennwand konnte der Bulle die bevorstehenden Rettungs- und Bergungsaktion nicht stören bzw. ohne großem Aufwand von der Bodenöffnung ferngehalten werden.

Die beiden in der Öffnung steckenden (gestressten) Stiere wurde fixiert um nicht noch tiefer in den Jauchekanal zu rutschen. Mittels eines rasch organisierten Teleskopladers und einem Traktor mit Frontlader wurde ein Holzbalken fixiert und die aufwendige Rettung der beiden eingeklemmten Rinder mit Hilfe eines Greifzuges vorgenommen.
Nach dem Entfernen eines weiteren Betonspaltenelements rückte ein Atemschutztrupp in den
Jauchekanal zur Bergung des darin befindlichen toten Stieres vor.

Alles in Allem ein außergewöhnlicher Einsatz für Mensch und Tier, der auf Grund der engen Platzverhältnisse und den gestressten Tieren besondere Sensibilität und Taktik erforderte.

Einsatzdauer vor Ort (Tierrettung und -bergung): 3 Std. und 14 min.
Gesamteinsatzdauer: 6 Std. und 29 min.
Fahrzeuge: TLF + KLF
Mannschaftstärke: 11 Mann der FF Eschenau im Hausruckkreis

Bericht: HBI Gerhard Moser,
Fotos: FF Eschenau/H.