Oö. Landes-Feuerwehrverband
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Aktuelle Einsätze in gr

Großbrand im Werkstättentrakt einer Transport- u. Baggerfirma

Um 02.44 Uhr wurde die Feuerwehr Haag am Hausruck zu einem Gewerbebrand alarmiert.

Einem aufmerksamen Feuerwehrmann ist die Entdeckung eines Brandes am 17. Juni 2020 zu verdanken.

Gegen 02:47 Uhr vernahm er Brandgeruch, machte sich auf die Suche und entdeckte im benachbarten Werkstättengebäude eines Erdbau- und Transportbetriebes in der Bahnhofstraße einen Feuerschein.

Umgehend alarmierte er über Notruf die Feuerwehren Haag am Hausruck und Gotthaming. Bereits auf der Anfahrt konnten Flammen aus dem Dach entdeckt werden, so ließ der Einsatzleiter die Feuerwehren Rottenbach und Weibern zur Unterstützung alarmieren.

Beim Eintreffen konnte ein in Vollbrand stehender Kleinbus in der Werkstätte vorgefunden werden, dieser Brand wurde mit einem Innenangriff unter schwerem Atemschutz gelöscht. Die Wasserversorgung wurde in der Erstphase von einem Hydranten in der Bahnhofstraße sichergestellt.

Bedingt durch die Bauweise des Gebäudes sowie der Brandlast der gelagerten Materialien, breitete sich der Brand aber schlagartig aus und griff auf das Ersatzteil- und Lacklager, Büro- und Sozialräume sowie auf das Dach über.

So wurden die Feuerwehren Grieskirchen, Geboltskirchen, Pram, Wendling und Ried im Innkreis nachalarmiert. Mit zwei Drehleitern wurde nun die Brandbekämpfung von Norden und von Süden aufgenommen, drei Zubringerleitungen wurden vom Freibad zum Brandobjekt verlegt.

In Summe standen jetzt 9 Feuerwehren mit mehr als 150 Mann, teilweise unter Atemschutz, im Einsatz. Sie konnten eine Brandausbreitung auf weitere Gebäudeteile verhindern und einige Gasflaschen aus dem Gefahrenbereich entfernen.

Die leeren Atemluftflaschen wurden vom Atemschutzfahrzeug aus Grieskirchen wieder befüllt. Um 07:30 Uhr traf ein Kranfahrzeug ein, um die glosenden Sandwichpaneele vom Dach entfernen zu können. Im Halleninneren wurden die Paneele von einem firmeneigenen Bagger entfernt. So konnten auch die letzten Glutnester gefunden und abgelöscht werden.

Die Brandursache wurde von den Sachverständigen der Brandverhütungsstelle Oberösterreich und des Landeskriminalamtes erhoben. Das Rote Kreuz Haag stand für die Verletztenversorgung bereit, brauchte aber nicht tätig zu werden.

Die Schadenshöhe ist unbekannt, dürfte jedoch enorm sein.

Der Einsatz dauert aktuell um 17:45 Uhr noch an, eine Brandwache wurde von der Haager Feuerwehr gestellt.

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Bericht: Alfred Voithofer, FF Haag am Hausruck
Fotos: FF Pram, FF Weibern, FF Haag/Hrk.

Presseaussendung der Polizei vom 17.06.2020, 09:46 Uhr

Großbrand bei Firma

Am 17. Juni 2020 gegen 2:40 Uhr wurde von einem Anwohner zufällig die starke Rauchentwicklung bei einer Firma im Bezirk Grieskirchen entdeckt. Als er Flammen am Dach des Gebäudes sah, alarmierte er unverzüglich den Notruf der Feuerwehr. Beinahe zeitgleich wurde die Polizei wegen einer Brandmeldeauslösung zu dieser Firma beordert. Als die Polizisten eintrafen, waren bereits mehrere Feuerwehren vor Ort und hatten mit den Löscharbeiten begonnen. Der Brand schien zunächst auch beinahe abgelöscht, als es gegen 3:40 Uhr zu einer Entzündung des Raumes oberhalb der Werkstatt, wo unter anderem diverse Flüssigkeiten gelagert waren, kam. Mehrere kleinere Explosionen führten zu einem erneuten Brand, der sich schnell auf das Dach des Gebäudes ausbreitete. Um die Wasserversorgung für die Löscharbeiten sicherzustellen, wurde gegen 4 Uhr eine Schlauchleitung vom Freibad zur Firma gelegt. Da jedoch noch immer Glutnester in den Zwischendecken vorhanden waren, wurde um kurz nach 6 Uhr durch den Einsatzleiter der Feuerwehr ein Spezialfahrzeug angefordert, um das Dach der Halle zu öffnen. Da die Brandursache noch unklar ist, wurde die Amtshandlung vom Landeskriminalamt OÖ übernommen.

Presseaussendung der Polizei vom 17.06.2020, 12:46 Uhr (NACHTRAG)

Landeskriminalamt Oberösterreich
In den Vormittagsstunden des 17. Juni 2020 wurde das Brandobjekt von Ermittlern des LKA OÖ und vom Brandsachverständigen der Brandverhütungsstelle OÖ untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass bei einem Kleintransporter in der Werkstatt am 16. Juni 2020 der Motor ausgebaut worden ist. Dazu wurde die Batterie unter dem Fahrersitz masseseitig abgeklemmt. Es befand sich jedoch eine zweite Batterie im Pkw, die nicht erkennbar war. Somit befanden sich im Motorraum abgeklemmte spannungsführende Teile, wodurch es in weiterer Folge zu einem Masseschluss und zu dem Brand kam. Die Schadenshöhe beträgt mehrere Hunderttausend Euro.