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Brandeinsatz für die Waizenkirchner Feuerwehren am 29. April

Kurz nach halb elf wurden die vier Feuerwehren von Waizenkirchen in die Ortschaft Aschach zu einem Brand gerufen.

Beim Eintreffen am Einsatzort wurde uns mitgeteilt, dass sich noch eine Person im Gebäude befindet. Umgehend wurde ein Atemschutztrupp mit Löschleitung ins Gebäude geschickt. Gemeinsam mit den Sanitätern des Roten Kreuzes konnte die Person rasch aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.

Da so gut wie keine Rauchentwicklung mehr erkennbar war, wurde der Bereich des Kamins mit der Wärmebildkamera abgesucht. Es konnten erhöhte Temperaturen festgestellt werden. Um einen Schwelbrand hinter der Isolierung die sich in diesem Bereich befand auszuschließen, wurde diese entfernt. Ein hinzugezogener Rauchfangkehrer überprüfte den Kamin. Bei dieser Kontrolle konnte ein Dohlennest im Bereich der Kehröffnung im Dachgeschoß gefunden werden. Da der Kamin derart verstopft war, konnten die Rauchgase nicht mehr abziehen, was die Rauchentwicklung im Gebäude erklärte. Nach mehreren Temperaturkontrollen, war ein steter Temperaturrückgang zu verzeichnen.

Die gerettete Person wurde vom Roten Kreuz versorgt und mit dem Rettungshubschrauber C10 ins Krankenhaus geflogen. Drei weitere Personen wurden ebenfalls in Krankenhaus gebracht.
Die Feuerwehren konnten ihren Einsatz um 12:25 beenden.

Bericht: FF Waizenkirchen
Fotos: FF Waizenkirchen und FF Unterheuberg

Presseaussendung der Polizei vom 29.04.2018, 15:40 Uhr

Kind erlitt schwere Rauchgasvergiftung
Die 68-Jährige aus Aschach (Gemeinde Waizenkirchen) heizte am 29. April 2018 gegen 7:45 Uhr den Küchenholzherd an. Einige Zeit darauf entstand eine unübliche Rauchentwicklung beim Ofen. Die im 1. Stock schlafende Enkelin wurde durch den Rauchgeruch wach. Weiters hörte sie auch Hustgeräusche aus einem weiteren Schlafzimmer. Infolge lief sie ins Erdgeschoss und alarmierte ihre Großeltern. Die Enkelin lief auf den Balkon zum Fenster des Zimmers, entfernte das starre Fliegengitter und kletterte durch das Fenster. Im Zimmer herrschte Rauchgeruch, ihr 11-jähriger Bruder lag am Boden vor der Zimmertür. Zur gleichen Zeit drückten die Großeltern die Zimmertür auf und kümmerten sich sofort um den Enkelsohn. Das 14-jährige Mädchen verständigte über Notruf Rettung, Feuerwehr und Polizei. Die eingetroffenen Sanitäter des Roten Kreuz brachen den 11-Jährigen ins Freie und wo ihn die Notärztin sofort versorgte. Die mittlerweile ebenfalls eingetroffenen Feuerwehren betraten mit schwerem Atemschutz das Haus. Es konnte eine stärkere Hitzequelle im 1. Stock lokalisiert werden. In diesem Bereich befindet sich ein gemauerter Kamin, an welchem der Küchenherd angeschlossen ist. Ein hinzugezogener Rauchfangkehrer konnte schließlich ein Dohlennest im Kamin bei einem Putztürchen feststellen. Durch dieses Nest war der Kamin derart verstopft, dass Rauchgas an noch unbekannter Stelle ausgetreten war. Der Bub wurde mit dem Notarzthubschrauber nach Graz geflogen.